de | en

Die Preisträger 2005 mit dem "Watergate"-Journalisten Carl Bernstein (5. von rechts)

And the Henri goes to ...


Es war eine der ersten milden Nächte in Hamburg, und wenn man morgens um drei Uhr das Deutsche Schauspielhaus verließ, tat es gut, ein paar Meter durch die laue Luft zu gehen. Der stern und Gruner + Jahr hatten erstmals in einer großen Gala den neu gestifteten Henri Nannen Preis vergeben, um die Arbeit von Journalisten zu würdigen. Viel Gehörtes, Gesehenes und Erlebtes war im Kopf, man wollte es ein wenig ordnen. Der Bundesaußenminister, der vom Wahlkampf in NRW kam, hatte eine krächzheisere Stimme, und trotzdem bleibt das, was er in Hamburg sagte, in Erinnerung. Und der Publizist Peter Scholl-Latour, der einen Preis für sein Lebenswerk bekam, stand auf der Bühne und sprach. Und sprach. Und sprach. Und man hätte ihm auch noch eine weitere Stunde zugehört, denn jede seiner kleinen Geschichten, jedes seiner Bonmots und vor allem seine Stimme erinnerten an die Jahre, als man sich noch vor den Fernseher setzte, um die Welt zu verstehen. (...)

Auszug aus dem Artikel "And the Henri goes to..." von Jochen Siemens und Andrea Ritter, erschienen im Magazin stern 22/2005.

Lesen Sie den gesamten Artikel hier - PDF [ 1181 KB ]