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Jürgen Leinemann erhält den Henri Nannen Preis 2009 für sein Lebenswerk

06.05.2009


Hamburg, 6. Mai 2009 – Mit dem Henri Nannen Preis 2009 für sein publizistisches Lebenswerk ehren der Verlag Gruner + Jahr und der stern den Journalisten und Autoren Jürgen Leinemann. Der Preis wird am 8. Mai 2009 im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg verliehen.

Jürgen Leinemann, geboren 1937 in Celle, studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie, bevor er seine journalistische Karriere bei der Deutschen Presseagentur in Berlin, Hamburg und Washington begann. Ab 1972 war er Reporter und Büroleiter für den SPIEGEL in Washington und Bonn. 1990 zog er nach Berlin um dort als Leiter des Ressorts Deutsche Politik und später als Autor zu arbeiten.

Als wacher Beobachter der politischen Führungsetagen gelangen ihm intime Einbli-cke in das Innenleben der Politik, die die Grundlage bildeten für präzise Psycho-gramme der deutschen Politiker-Elite. Er portraitierte die meisten politischen Größen der Bundesrepublik, so beispielsweise die Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder und Helmut Kohl, Hans-Dietrich Genscher, oder Kurt Biedenkopf und Franz Josef Strauß. Jürgen Leinemann veröffentlichte mehrere Bücher, darunter das vielbeachtete Werk „Höhenrausch“, das den Realitätsverlust von Politikern thematisiert. In seinen Berichten und Portraits verbinden sich analytische Schärfe mit sprachlicher Brillanz und leidenschaftlicher Parteinahme gegen den Realitätsverlust in der Politik und den Substanzverlust in der Demokratie. Er arbeitete an diversen Filmproduktionen mit und erhielt verschiedene Journalistenpreise, darunter 1982 den Egon-Erwin-Kisch Preis, für den er 2008 erneut nominiert war.

Andreas Petzold, stern Chefredakteur: “Die Arbeit von Jürgen Leinemann ist ein Beispiel für hervorragenden Qualitätsjournalismus. Sein beinahe psychoanalytischer Blick auf die Portraitierten hat ihn meisterhaft werden lassen im Erkennen der Limitierungen der Menschen über die er schrieb. Als penibler Rechercheur und schonungsloser Analytiker hat er bei aller Schärfe des Urteils nie die Fairness vergessen. Der Henri Nannen Preis drückt unsere Bewunderung und Anerkennung für die Lebensleistung Leinemanns aus.“

Der Henri Nannen Preis wird 2009 zum fünften Mal vergeben. Außer einem publizistischen Lebenswerk und dem herausragenden Einsatz für die Pressefreiheit werden die besten Arbeiten in den Kategorien Reportage, Investigation, Dokumentation, Humor und Fotoreportage ausgezeichnet. Um den Preis bewarben sich in diesem Jahr Journalisten mit 948 Arbeiten aus 208 Print- und Online-Publikationen. Der Preis ist mit insgesamt 30.000 Euro dotiert.




Für Rückfragen:

Susanne Hacker
Kommunikation Henri Nannen Preis
Gruner + Jahr AG
Tel.:040-3703-2797
Mail: hacker.susanne@guj.de