Beste Reportage (Egon Erwin Kisch-Preis)
Die afrikanische Odyssee
Erschienen in DER SPIEGEL am 26. Juni 2006
Ein Treck der Verzweifelten strebt Richtung Europa. John Ekow Ampan saß auf seinem Weg mehrmals im Gefängnis, er wurde deportiert und begann immer wieder von vorn. Er brauchte vier Jahre, um von Ghana bis nach Spanien zu kommen.
Reisen gibt es, die den Reisenden verändern und zu einem anderen Menschen machen. Vielleicht wäre er hinterher, nach seiner Reise, gern wie vorher, aber es geht nicht, seine Welt ist nun eine andere. John Ampan hat Afrika seine Heimat genannt in den Jahren seiner Reise. Dann verlor er seine Sicherheit. Seine Freunde, seine Bräuche, seine Sprache, sein Lachen. Er wollte Europäer werden. Er zieht sich an wie ein Europäer, arbeitet wie einer, kauft die Fernseher und Waschmaschinen der Europäer. (...)
Auszug aus dem Artikel "Die afrikanische Odyssee" von Klaus Brinkbäumer, veröffentlicht in DER SPIEGEL 26/2006 (26. Juni 2006).
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Reisen gibt es, die den Reisenden verändern und zu einem anderen Menschen machen. Vielleicht wäre er hinterher, nach seiner Reise, gern wie vorher, aber es geht nicht, seine Welt ist nun eine andere. John Ampan hat Afrika seine Heimat genannt in den Jahren seiner Reise. Dann verlor er seine Sicherheit. Seine Freunde, seine Bräuche, seine Sprache, sein Lachen. Er wollte Europäer werden. Er zieht sich an wie ein Europäer, arbeitet wie einer, kauft die Fernseher und Waschmaschinen der Europäer. (...)
Auszug aus dem Artikel "Die afrikanische Odyssee" von Klaus Brinkbäumer, veröffentlicht in DER SPIEGEL 26/2006 (26. Juni 2006).
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